* explanations to the inventory in English see [[Legende|Legend]] ==== Objekt-Nr. 2008-125 ==== ===== Louis Lot, Paris / F ===== ===== Zylindrische Böhmflöte in C, Silber, Nr. 10’388 ===== ===== 1948 ===== {{ :125-1.jpg?1100 |}} {{:125-2.jpg?370|}}{{ :125-5.jpg?200|}}{{ :125-4.jpg?85|}}{{ :125-3.jpg?180|}} {{wiki:hotteterre.jpg.?80|}} **KLANGBEISPIEL** Mel Bonis, Une flûte soupire (1936) {{ ::178_125_l._lot_nr._10_388_in_mel_bonis_la_fluete_soupire.mp3 |}} **Konstruktion:** Silber. C-Fuss. Kopfstück (ungekürzt) und Korpus aus gezogenem Rohr; Kamine gelötet. Klappendeckel geschlossen. Daumenklappe in original Boehm’scher Anordnung (H-Klappe oberhalb Hebel für B). Gis offen; G offset. C/D- und Cis/Dis-Triller. Kein Zusatzhebel für B. **Masse:** Lt 67.5 / 59.7 / Dm 19.0 / ML 13.3 x 9.9 / A1 = ca. 445 Hz **Signatur:** Kopfstück / L . L. / LOUIS LOT / PARIS / 10'388 / BREVETE /. Korpus dito, aber ohne Nummer. Silberstempel an Mundplatte, oberem Abschlussring des Korpus und an Daumenklappe. |**Zustand:**| 3| |**Spieleigenschaften:**| 3| = voller, solider Klang. Intonation gut; Cis2 etwas hoch| |**Seltenheit:**| 3| = Sehr spätes Instrument (Epoche G. Chambille). Dem ursprünglichen Boehm’schen Konzept folgend. In der Lot-Produktion selten. | **Hersteller:** Nähere Angaben zu Louis Lot (1807 – 1896) und seinen Nachfolgern siehe [[2014SB-117]]. Die Werkstattbücher L. Lot für die Periode April 1864 bis Dezember 1886 (Seriennummern ca. 820 – 4180) sowie Februar 1892 bis 1918 (Seriennummern 5217 – 10‘442) sind leider verschollen. Gemäss Rekonstruktion von Tula Giannini fällt die Herstellung von Nr. 10‘388 etwa in das Jahr 1948 (Periode G. Chambille). Das Verzeichnis der Flöten aus der Werkstatt Louis Lot endet mit der Nr. 10'442. Das Instrument Nr. 10'388 (um 1948) gehört also zu den letzten rund 50 Flöten aus dieser berühmten Manufaktur, ist aber unverändert sorgfältig gebaut. Es entspricht der für die Lot-Produktion, resp. für den französischen Markt eher unüblichen originalen Konzeption von Theobald Boehm (offenes Gis; geschlossene Klappendeckel; offset G; Anordnung der Daumenklappe). Die gleiche Konfiguration weist (gem. Giannini) auch die Flöte Nr. 10'004 auf, welche 1932 für den berühmten deutschen Flötisten Gustav Scheck hergestellt wurde.